

Juckreiz, Pfoten knabbern, immer mal wieder Schleim im Kot oder Durchfall, aber so richtig einordnen lässt es sich nicht? Ich habe dafür eine ganz einfache Lösung: den Darmflora-Test von Vetevo.
Der Darm ist nicht nur für die Verdauung zuständig. Er beherbergt einen Großteil des Immunsystems, und über die Darmschleimhaut entscheidet sich, welche Stoffe aus dem Futter überhaupt ins Blut gelangen dürfen. Der Test von Vetevo misst dafür konkrete Laborwerte, keine groben Schätzungen:
Dysbiose-Index: Das Labor setzt Leitbakterien wie Faecalibacterium, Blautia oder Fusobacterium ins Verhältnis zueinander. Faecalibacterium zum Beispiel produziert Buttersäure, die wichtigste Energiequelle für die Darmschleimhautzellen selbst. Fehlt davon zu viel, wird die Schleimhaut buchstäblich unterversorgt.
Zonulin und Alpha-1-Antitrypsin (Leaky Gut): Zonulin ist das Eiweiß, das die Schlussleisten zwischen den Darmzellen reguliert, die sogenannten Tight Junctions. Ist der Wert erhöht, öffnen sich diese Schleusen zu weit, unverdaute Eiweißbruchstücke gelangen ins Blut, und genau das kann Unverträglichkeiten und Hautprobleme auslösen, die auf den ersten Blick nichts mit dem Darm zu tun zu haben scheinen.
Calprotectin und Lysozym (Entzündung): Calprotectin wird von Immunzellen freigesetzt, sobald im Darmgewebe aktiv eine Entzündung abläuft, Lysozym als körpereigenes Abwehrenzym steigt bei gereizter Schleimhaut mit an. Beide Werte zeigen eine stille Entzündung oft Wochen, bevor sie sich in Durchfall oder Erbrechen zeigt.
FE-1 und Gallensäure (Organfunktion): FE-1, die pankreatische Elastase, zeigt, wie viel Verdauungsenzym die Bauchspeicheldrüse noch produziert. Rund 34 Prozent aller Hunde entwickeln laut Vetevo im Laufe ihres Lebens eine Pankreatitis, meist schleichend. Ein niedriger FE-1-Wert macht eine nachlassende Funktion sichtbar, bevor daraus ein akuter Schub wird.
Histaminbildende Bakterien: Bestimmte Darmbakterien produzieren Histamin als Stoffwechselprodukt. Normalerweise baut das Enzym DAO (Diaminoxidase) das wieder ab. Ist im Darm zu viel Histamin im Umlauf, reicht die DAO-Kapazität nicht mehr aus, und es entstehen Juckreiz oder Hautrötungen, die wie eine Allergie aussehen, ohne eine zu sein.
PMN-Elastase (Reizdarm): Ein weiterer Entzündungsmarker, der speziell auf eine Reizung der Darmschleimhaut im Sinne eines Reizdarms hinweist, unabhängig von Bakterien oder Parasiten.
Candida und Durchfallerreger: Hefepilze wie Candida nutzen jede Störung im bakteriellen Gleichgewicht als Gelegenheit, sich auszubreiten. Dazu kommt der direkte Nachweis von Giardien, Kryptosporidien oder Yersinien als klassische Durchfallauslöser.

"Ruhe im Darm beginnt mit dem richtigen Wissen."
So sieht eine echte Auswertung in der Vetevo-App aus, mit Referenzbereichen für jeden Wert.
QR-Code scannen: In der Vetevo-App scannst du den QR-Code aus deinem Testkit und aktivierst den Test.
Probe sammeln: Nach der beiliegenden Anleitung sammelst du eine walnussgroße Menge Kot direkt in die mitgelieferte Dose. Mehr braucht das Labor wirklich nicht.
Ab zur Post: Die Probe kommt ins Rücksendekuvert und wird verschickt.
Laboranalyse: Im Labor wird die Bakterienvielfalt untersucht, das Gleichgewicht im Darm geprüft und auf mögliche Dysbalancen geschaut.
Ergebnis: Es kommt digital in die App, inklusive verständlicher Interpretation und konkreten Tipps zur Fütterung.
Klingt nach viel, ist aber in wenigen Minuten erledigt. Der Test ersetzt keine Diagnose, aber er gibt dir einen echten Anhaltspunkt, wo man mit der Suche nach der Ursache ansetzen kann.
Das Testkit: QR-Code, drei Sammeldosen, Rücksendekuvert.
Was ich in den letzten Jahren in der Praxis gelernt habe: Wer genau weiß, was so eine Darmanalyse aufdeckt, kann gezielt an der Ursache arbeiten, statt endlos Symptome zu behandeln oder ein Medikament nach dem anderen auszuprobieren, ohne wirklich voranzukommen.
Ein Beispiel, das mir häufig begegnet: Ein Hund kratzt sich, leckt an den Pfoten, und schnell fällt der Verdacht auf eine Allergie. Nicht selten kann aber auch ein Ungleichgewicht in der Darmflora eine Rolle spielen, weil histaminbildende Bakterien sehr ähnliche Symptome auslösen können. Ein Test kann hier zusätzliche Klarheit schaffen, welche Ursachen infrage kommen, natürlich immer in Absprache mit deiner Tierarztpraxis.
Alle drei im Überblick, mit dem, was jeweils enthalten ist.
Der Link führt dich zur Vetevo-Startseite. Von dort gelangst du über "Darmflora-Test" zur passenden Variante.
Bevor du wieder nur das Futter wechselst, schau erst in den Darm.
Tierheilpraxis Nicole Hempel
Über den Darm hinaus bietet Vetevo auch einen Wurmtest per Post an, und den empfehle ich genauso gerne. Statt vorsorglich und ohne Anlass zu entwurmen, sammelst du hier an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine kleine Probe, schickst sie ein und bekommst das Ergebnis zurück. Getestet wird dabei nicht nur auf die klassischen Würmer wie Spulwürmer, Hakenwürmer und Peitschenwürmer, sondern auch auf Lungenwürmer und Giardien.
Giardien sind einzellige Parasiten, die sich im Darm festsetzen und über Zysten im Kot ausgeschieden werden, oft unregelmäßig, weshalb eine einzelne Kotprobe sie leicht übersieht. Viele Hunde tragen sie in sich, ohne sichtbare Symptome zu zeigen, bei anderen lösen sie hartnäckigen, wiederkehrenden Durchfall aus. Da Giardien auch auf Menschen übertragbar sind, lohnt sich ein gezielter Test besonders in Haushalten mit Kindern.
Behandelt wird bei diesem Test dann gezielt nur das, was auch tatsächlich gefunden wurde. Das schont den Darm, der durch chemische Wirkstoffe sonst unnötig belastet wird.


In meiner Praxis sehe ich gerade auffällig oft dasselbe Bild: Hunde, die sich seit Wochen kratzen, deren Verdauung einfach nicht zur Ruhe kommt, die auf immer mehr im Futter reagieren. Und fast immer wurde vorher schon das Futter gewechselt, manchmal mehrfach, ohne dass sich wirklich etwas gebessert hat. Das liegt daran, dass ein Symptom wie Juckreiz oder weicher Kot am Ende der Kette steht, nicht am Anfang. Bevor ich also die nächste Therapie oder das nächste Futter ausprobiere, schaue ich mir lieber erst an, was im Darm tatsächlich los ist. Das erspart Wochen des Ausprobierens, die der Darm in der Zwischenzeit weiter mitträgt.
Deshalb empfehle ich, so einen Test mindestens einmal im Jahr machen zu lassen, am liebsten in der Plus-Variante. Die deckt nämlich nicht nur die Darmflora ab, sondern auch die Funktion von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse, eine mögliche Darmschleimhautentzündung und Leaky Gut. Damit hast du wirklich das ganze Bild vor dir und nicht nur einen Ausschnitt davon.
Falls du den Test schon gemacht hast und ein Ergebnis vorliegen hast, bei dem sich zeigt, dass therapeutisch etwas nötig ist, melde dich gerne bei mir. Ich unterstütze dich bei der Analyse des Ergebnisses.